Ihr Kind spielt Turniere?


Den Eltern von Nachwuchstalenten gezielt Hilfestellung leisten, ihnen Wissen und Orientierung vermitteln und sie dabei unterstützen, sich selbst weiterzubilden – das war die Zielsetzung des ersten Elternseminars beim Internationalen DTB Tenniskongress. Mehr als 60 Mütter und Väter waren nach Berlin gekommen, lauschten einen Tag lang gebannt den bunt gemischten Vorträgen und stellten den Experten ihre Fragen. Die Videos aus diesen Vorträgen können Sie jetzt in einer Videoserie erwerben und Input holen zu fast allen Facetten des Nachwuchstennissports von Fairplay und Antidoping über die Eltern-Kind-Beziehung bis hin zu Gesundheitsthemen und dem Umgang mit Social Media. Experten wie die beiden Bundestrainer Barbara Rittner und Gerald Marzenell, die Mediziner Dr. Christian Schneider und Dr. Eva-Maria Schneider, Verbandstrainer Uli Welebny, Proficoach Markus Gentner oder Sportpsychologe Professor Dr. Dirk Schwarzer teilten ihr Wissen und ihre jahrelange Erfahrung mit den Eltern der jungen Talente.

Eltern-Seminar "Videoserie"

Vorträge in Video mit einer Gesamtlänge von 340 Minuten.

In jedem Beitrag finden Sie ein Inhaltsverzeichnis mit Verlinkungen zu den Video-Zeitmarken der entsprechenden Inhalte, damit Sie komfortabel innerhalb des Videos navigieren können.

Preis: 39,00 Euro

Dr. Eva Maria Schneider, Vizepräsidentin des DTB und Leiterin des Ressorts Jugendsport und Anti-Doping-Beauftragte des Bayrischen Tennisverbands spricht über Verhalten auf und neben dem Platz und warnt vor Stolpersteinen aus dem Medizinschränkchen.

Länge: 35 Minuten

Fair trotz Emotion
Warum Antidoping für 8 -11-jährige? Wieso Unwissen zu Dopingfallen führen kann.
Was ist eigentlich Fair-Play? Dr. Eva Maria Schneider gibt eine Definition von Fair-Play und beschreibt, welche Verbände ein Fair-Play-Programm haben. Wer ist beim Erlernen von Fair-Play mehr gefordert – Eltern oder Trainer?
Fair-Play-Programm DTB
Die Referentin gibt einen Überblick über eine Umfrage, die im Rahmen des DTB-Fair-Play Programms gemacht wurde und stellt die Ziele der Kampagne vor: Respektvolles Verhalten, Befolgen der Regeln, Benehmen in Hotels, Respekt vor der Privatsphäre

Anti-Doping – Vorstellung Online Plattform und mobile App von NADA und ITF 

Die Vizepräsidentin des DTB erklärt, wie die Jugendlichen mithilfe des Portals zum Thema Doping aufgeklärt werden und warum das Durchlaufen eines Online-Kurses zum Thema Fair-Play Bedingung für die Eintrittserlaubnis an deutschen Jugendmeisterschaften ist.

Weitere Themen:

  • Was kann zu Doping führen?
  • Wann ist es Doping?
  • Ausnahmegenehmigungen bei chronischen Erkrankungen.
  • Nahrungsergänzungsmitteln
  • Hustensaft
  • diversen Nahrungsmittel (Fleisch kann in manchen Ländern z.Bsp. das verbotene Kälbermastmittel Clenbuterol enthalten)
  • Alkohol in manchen Sportarten
  • Das Doping-Kontrollsystem und die Testpools ATP – NTP – RTP
  • Welche Kontrollen gibt es und wie werden sie durchgeführt?
  • Dr. Eva-Maria Schneider rät Tennis-Eltern, ihre Kinder auf einen Dopingtest vorzubereiten, denn auch bei Jugendmeisterschaften werden Kontrollen durchgeführt und es gibt keine Altersuntergrenze. Im Freizeitsport gibt es allerdings keine Dopingtests.
Zum Vortrag

Elterncoaching – vor, während und nach dem Match

Uli Welebny

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Uli Welebny, Verbandstrainer im WTB spricht von einer Idealvorstellung in der Beziehung zwischen Eltern und Kind und erklärt, welche Eigenschaften ein guter Sportler/ Tennisspieler haben muss und wie die Eltern ihn dahingehend unterstützen können.

Länge: 42 min

Die Wurzeln
Verbandstrainer Welebny beschreibt die Unterstützung durch die Eltern

Ein Exkurs zu den ideellen Wurzeln
Respekt, Krisen und Trainingsdisziplin

Die Flügel

  • Zuversicht (Der Weg ist das Ziel, Entwicklungszeit ist Lernzeit, Spaß am Training)
  • Vertrauen (Mein Kind – ein echter Sportler?
  • Respekt, Fairness und Alles geben, was ich kann.
  • Sicherheit (die eigene Leistung ist Grundlage der Beurteilung)

Vor dem Match 

  • Früh anreisen
  • Selbstständiges Vorbereiten des Kindes überprüfen
  • Keine Bewertung des Turniers oder des Gegners vornehmen
  • Selbstständiges Aufwärmen einfordern

Während des Matchs

  • Einen ruhigen und zuversichtlichen Eindruck vermitteln
  • Applaudieren bei guten Ballwechseln
  • Fehlentscheidungen des Schiedsrichters ohne Stress verarbeiten.
  • Es ist nie nur ein Ball, der das Match entscheidet.
  • Keine Einflussnahme – verbal oder körpersprachlich – Zeichen und Signale nützen nichts, im Gegenteil: Sie holen den Spieler aus der Konzentration und stören eher.

 Nach dem Match

  • Erholungsphase sicherstellen – Relaxen, Essen, Duschen
  • Auch nach verlorenem Match nicht sofort den Schauplatz verlassen.
  • Das Spiel des Kindes nach Leistung, Einsatz und sportlichem Verhalten beurteilen und nicht nach dem Resultat.
  • Keine (noch so gut gemeinten) Analysen stellen. Trainer besprechen das Ergebnis auch nicht direkt nach dem Spiel.

Zehn goldene Empfehlungen für Tenniseltern

  • Uli Welebny beantwortet Fragen aus dem Publikum
  • „Wie gehe ich während eines Matches mit gehäuft schlechten Entscheidungen gegen mein Kind um?“
    „Warum sind keine Schiedsrichter am Platz und warum gibt es keine Pausen, in denen Eltern Tipps geben können – wenn kein Trainer dabei ist?“
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Grundkenntnisse, Erfahrungen und Stolpersteine auf dem Weg nach oben

Gerald Marzenell

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Gemeinsam mit Boris Becker und Steffi Graf groß geworden, spricht Gerald Marzenell – Junioren-Trainer des Deutschen Tennisbunds und Rekord-Bundesligaspieler – über die Grundlagen im (Trainings-)Leben jedes Spitzensportlers.

Länge: 40 Minuten

Grundkenntnisse, Erfahrungen und Stolpersteine auf dem Weg nach oben

Der Weg zum Tennisprofi ist steinig – Eltern spielen eine entscheidende Rolle.
Gerald Marzenell weiß: Es gibt keine Chance ohne Eltern. Berühmte Beispiele: Steffi Graf, mit dem Vater als Trainer im Vordergrund und Boris Becker , bei dem die Eltern im Hintergrund agierten.

Talent
Talent im Sinne von „den Ball schön zu schlagen“, spielt nicht die entscheidende Rolle.

Das biologische Alter
In jedem Jahrgang gibt es enorme Größenunterschiede, die schon Kinder, die nur 6 Monate jünger sind, chancenlos machen.

Struktur in der Ausbildung. Eltern sollten darauf achten, ein Team rund um das Kind zu bilden: Tennistrainer, Athletiktrainer. Schule, Physiotherapeut, Eltern, Ernährung, Psyche, Alles in der Nähe

Weitere Highlights:

  • Ein Tennis-Trainer! Nicht vier.
  • Der Athletiktrainer
  • Die Schulsituation
  • Eltern – Arzt – Physio
  • Ernährung und Psyche
  • Der Trainer sollte das Kind entsprechend seiner Fähigkeiten auszubilden.
  • Das Thema Doping nicht unterschätzen.
  • Trainingsphasen für die Kinder planen – nicht nur Turniere.
  • Der Faktor Schlaf wird noch immer stark unterschätzt!
  • Die Rangliste ist nur eine Momentaufnahme in der Karriere eines Kindes.

Gerald Marzenell beantwortet Fragen aus dem Publikum:
Gibt es auch Alternativen zum einzelnen Athletiktrainer? Was WILL das Kind denn? Wie genau muss das ausformuliert werden? Was ist die Voraussetzung oder Entscheidungshilfe?

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Teamwork between player, coach and parents

Claudio Pistolesi

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Der ehemalige italienische Tennisspieler Claudio Pistolesi (Beste Platzierung Nr 71) arbeitet heute als Coach und teilt seine zahlreichen Erfahrungen aus dem Profitennis mit den Eltern. Pistolesi hält seinen Vortrag auf englisch.

Länge: 25 Minuten

Teamwork between player, coach and parents

Teamwork

Eltern haben großen Einfluss auf das Leben und die Karriere – Claudio Pistolesi hat erlebt, dass Trainer auch ein bisschen Teil der Familie werden. Es braucht also ein gutes Teamwork. Der Erfolgs-Coach hat es sich angewöhnt, zuerst die Familie kennen zu lernen, bevor er einen neuen Trainer-Posten annimmt. Die wichtigste Info für ihn: Wo kommt der Spieler her? Und wenn das Gefühl entsteht, dass man zusammenarbeiten kann, dann passt es.

Wer zahlt hat die Macht?

Die Eltern zahlen und haben manchmal das Gefühl, dass sie deswegen die Macht haben, einem Trainer zu sagen, was er tun soll. Das sei nicht im Interesse des Spielers, so Pistolesi.

Ziele festlegen

Pistolesi erklärt seine Vorgehensweise, wenn er einen neuen Spieler hat: Es werden Ziele und Zeiträume festgelegt, in denen diese Ziele erreicht werden sollen. Diesen Plan stellt er mit den Spielern und den Eltern auf. Und dann trifft der Trainer die Entscheidungen, welche Methoden angewendet werden. Er weiß: „Alle sitzen im gleichen Boot“. Darum sollten Eltern und auch Trainer direkt zu Beginn alle Informationen mit dem Team teilen.

Gewinnen und verlieren

Am Beispiel Roberta Vinci – der ersten Spielerin, die ein Halbfinale bei den US-Open erreichte – beschreibt der italienische Trainer wie man mit verlorenen Matches umgehen sollte. Seine Meinung: „Es ist einfach, die guten Gefühle zu teilen, aber als Tennisspieler verlierst du die meisten Male, dann ist es wichtig, eine gesunde Einstellung dazu zu haben“. Gerade die Eltern sollten in dieser Situation ohne wenn und aber hinter ihrem Kind stehen. Verlieren sei kein Versagen – in diesen Momenten kann man die Beziehung verstärken.

Der Prozess der Verbesserung

Der Referent erinnert sich an seine Zeit als Profi-Spieler (Nr 71 der Weltrangliste 1987) und erzählt, wie er zwar genauso oft verloren wie gewonnen habe „ich war etwa vier Wochen glücklich“, lacht der italienische Profi-Trainer. Was er aber liebte, war das Gefühl, sich verbessert zu haben.

In den Schuhen der Eltern

Claudio Pistolesi rät auch Trainern, sich in die Rolle der Eltern einzufühlen. Denn: Eltern sind ängstlich. Sie wissen nicht, wie sie ihr Kind unterstützen können. Auch wollen Eltern nicht betrogen werden. Als Trainer muss man den Spieler gut ausbilden und mit den Eltern sprechen und sie auf dem Stand halten.

Frage aus dem Publikum:
Die perfekte Situation zwischen Eltern und Trainer – geben Sie bitte 5 Punkte wie man zu solchen „perfekten Eltern“ wird.

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Social Media im Nachwuchs- und im Spitzensport

Kathi Schöttl

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Von Fan-Kommunikation bis Stalking: Sportwissenschaftlerin Kathi Schöttl spricht über Social Media im Spitzensport, deren Vorteile sowie Gefahren und worauf Nachwuchsspieler (und deren Eltern) achten sollten.

Länge: 17 Minuten

  • Fankommunikation
  • Mediale Präsenz für Sportarten / Sportler ohne TV-Präsenz
  • Sponsorenintegration
  • Chancen des Social Media Marketings im Spitzensport
  • Risiken des Social Media Marketings im Spitzensport
  • Nachwuchsprofis und der Umgang mit sozialen Netzwerken
  • Chancen & Vorteile für Nachwuchsprofis im Umgang mit den sozialen Netzwerken
  • Risiken für Nachwuchsprofis im Umgang mit sozialen Netzwerken
  • Empfehlungen für den Umgang mit sozialen Netzwerken (private Nutzung)
  • Empfehlungen für den Umgang mit sozialen Netzwerken (kommerzielle Nutzung/ Vermarktungsperspektive)
Zum Vortrag

Gesundheit – worauf muss ich warum achten?

Dr. Christian Schneider

Zum Vortrag

Als Sportmediziner kennt Dr. Christian Schneider die Gefahren falschen Trainings. In seinem Vortrag beschreibt Schneider, wie Eltern bei Verletzungen reagieren und wie sie frühzeitig Überlastungen erkennen können.

Länge: 25 Minuten

  • Haltung der Kinder
  • Diagnostik
    Röntgen, computertomographie/MRT (wirklich notwendig?), Kernspin, Muskelfunktionsdiagnostik
  • Rückenschmerzen
  • Nerven
  • Schulter
  • Tennisarm
  • Die Muskulatur 
  • P-E-C-H
    Hat sich das Kind tatsächlich verletzt: Pause – Eis – Compression – Hochlagern. Und ganz wichtig: Aufhören zu spielen.
  • Das Knie
  • Umknicken

Anschließend beantwortet Dr. Christian Schneider Fragen aus dem Publikum
„Können Sie die schmerzende Stelle am Rücken beim Wirbelbruch definieren?“
„Geben Sie eine allgemeine Altersempfehlung für das Aufschlagtraining?“

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Die psychologischen Aspekte der Eltern-Kind-Beziehung im Tennissport

Prof. Dr. Dirk Schwarzer

Zum Vortrag

Früher wurde im Tennistraining reine Technik vermittelt. Dann kamen Neuerungen, die die Ausbildung eines Tennisspielers mehr auf das situative Spiel ausrichtet. Inzwischen ist auch das Athletiktraining, die Kräftigung der allgemeinen Körperstruktur, grundlegend im Tennistraining. Nun bleibt noch ein Posten offen: Was passiert im Kopf eines Tennisspielers? Sportwissenschaftler Prof. Dr. Dirk Schwarzer – unter anderem Dozent in der Trainerausbildung des Deutschen Tennisbundes (DTB) – spricht über die psychologischen Aspekte der Eltern-Kind-Beziehung im Tennissport und bringt wissenschaftliche Belege für die Notwendigkeit mentaler Stärke.

Länge: 50 Minuten

Rolle der Eltern

Der Sportwissenschaftler erklärt drei Faktoren elterlicher Einflussbereiche:

Rollenmodelle und Vorbilder

  • Unterstützer
  • Erwartungen und Kompetenzzuschreibungen

Umfrage unter Tennisprofis

Prof. Dirk Schwarzer befragte 321 Tennisprofis (männlich und weiblich, mindestens 1 Weltranglisten-Punkt) nach ihrer subjektiven Einschätzung der Bedeutung der Eltern in ihrer Tennislaufbahn.

Stufen der Talententwicklung

  • Spielerischer Start mit viel Auswahl und liebevoller Zuwendung
  • Entwicklungsphase – Zeit- und Kostenintensiv, mehrmaliges Training pro Woche, Kadersystem, erste Turniere, hohes Engagement
  • Exzellenz-Stufe – Niveau halten – hier sinkt der Einfluss der Eltern
    Leistungshemmer

Was sagt die Forschung

Hoffnungen und Verpflichtungen

Perfektionismus – Fluch und Segen zugleich

Tipps und Ratgeber

  • Anschließend beantwortet Prof Dr. Dirk Schwarzer Fragen aus dem Publikum
    Um was geht es beim „Kopftraining“?
  • Kann man da mal dazu kommen?
  • Wie sieht so ein Training aus?
  • Sollte ein guter Trainer auch Mentaltrainer sein – wenn ja, ab wieviel Jahren ist das sinnvoll?
  • Warum wird Teamentwicklung trainiert? Auf dem Platz stehen die Kinder dann doch wieder alleine.

Psychologisch orientiertes Training ist Teil der Trainerausbildung.
Was können Trainer leisten – Die Trainer sind gerade am Anfang diejenigen, die solche Inhalte übermitteln. doch je weiter die Laufbahn voran schreitet ist der Trainer hier nicht mehr der Experte, dann können spezielle Mentaltrainer unterstützen.

Zum Vortrag

Was können Eltern und Kinder von Profis lernen – was, wie und wann?

Markus Gentner

Zum Vortrag

Markus Gentner, Cheftrainer der „4winners tennis & mental coaching“ Tennisschule und langjähriger Trainer und Betreuer von Laura Siegemund, die Weltranglisten 31. der Damen (Mai 2017). Zudem ist Gentner Honorartrainer beim Württembergischen Tennisbund im Bereich der Aus- und Fortbildung.
Im Vortrag spricht er zusammen mit DTB Jugendtrainer Uli Welebny am Beispiel Laura Siegemund über „Was können Eltern und Kinder von Profis lernen – was, wie und wann?“

Länge: 60 Minuten

Uli Welebny und die junge Laura Siegemund
DTB-Jugendtrainer Welebny berichtet von Laura Siegemunds Kinder- und Jugendlaufbahn: Vom talentierten Kind zum „Orange-Bowl-Gewinner“ in den USA und den darauf folgenden Problemen.

2010: Laura Siegemund trifft auf Markus Gentner
2010 war Laura Siegemund auf der Suche nach einem neuen Trainer. Da sie in Metzingen lebte, kam sie auf die Tennisschule von Markus Gentner. Der hatte das Gefühl, dass sie froh war, wie eine „normale“ Tennisschülerin behandelt zu werden. Die gemeinsame Reise in Stichpunkten…

Beginn 2010 WTA-Ranking damals ca 400
vom Semi-Profi zur Hobby-Spielerin zum Voll-Profi
„Durchbruch“ mit 28 bis dahin hatte sie alle Turnierkategorien durchlaufen
volles Tour-Leben erst seit 2016 – Highlights: Australian Open, Stuttgart, Bastad, Olympia und Mixed-Titel US-Open

Stichwort Weltrangliste
Wie verlief die Karriere von Laura Siegemund? Verdeutlicht anhand der Weltrangliste.

Elternsorgen: Angst „wir verpassen was“
Beide Trainer kennen die typischen Elternsorge. Diese Sorgen kennt Gentner auch aus dem Profi-Bereich: „Wir verpassen was“ Die Erfahrung zeigt: Angst ist immer ein schlechter Ratgeber.

Wie geht man mit Krankheiten und Verletzungen um? Die Trainingspause – ein Beinbruch?
Welche Faktoren spielen bei der Turnierplanung eine Rolle? Ist mehr auch wirklich mehr?
Verletzungen im Jugendalter – manchmal sind Verletzungen auch eine Folge davon, dass zu viel gewollt wurde.

Verletzungen im Profitennis
Wie ist das mit Krankheiten und Verletzungen im Profi-Bereich?

Ist mehr auch wirklich mehr?
Der Profi-Trainer ist sich sicher: Es gelingt selten, in einer schlechten Phase mit kurzfristig eingeschobenen Turnieren nochmal Punkte zu sammeln.

Turnierplanung
Der Jugendtrainer rät den Eltern am Anfang der Saison einen Turnierplan zu erstellen – daran dürfen sich ältere Kinder auch beteiligen.

Elternsorgen: „Zweifel“ Was machen die anderen besser?
Markus Gentner rät bei Zweifeln, die ja meist in Phasen des Misserfolgs auftreten, die Motivation herauszuarbeiten.
Die positiven Alternativen:

Was motiviert mich, professionell Tennis zu spielen?
Wie sieht mein Weg aus, um ans gewünschte Ziel zu kommen?
Was muss ich leisten, um mein Ziel zu erreichen und bin ich dazu bereit?

Die Leistungen der Eltern
Uli Welebny weiß von den Leistungen, die auch die Eltern erbringen müssen – wenig tun und viel erwarten geht eben nicht. Eltern müssen auch sich selbst klarmachen, das Training irgendwann Arbeit ist. Welebny betont: Bei den Kindern ist das Lernen das Ziel.

Zweifel im Profi-Bereich
Jedes Turnier setzt die Spieler unter Druck, wenn sie sehen, was die anderen machen. Das nährt Zweifel. Hier ist wieder die wichtige Rolle des Coachs, in der Trainingsroutine zu bleiben. Der Coach bestärkt da das Selbstvertrauen – im Kinder und Jugendbereich sind es vor allem die Eltern.

Die Eltern der Nummer 1
Phänomen im Kinder- und Jugendbereich: „Die Eltern der Nummer 1 haben immer recht.“ Absurde Situation, denn: die Nr. 1 weiß nicht mehr als die Nr 87.

Letzte Phase: Panik „Lohnt sich das alles?“

Wie geht man mit Phasen des Misserfolgs um?
Wer entscheidet, ob und wann es sich gelohnt hat?
Was zählt bei der Karriere nach der Karriere?
Das Fazit kommt zum Schluss

Hab ich alles gegeben mein Potential auszuschöpfen? Wenn man innerlich an dem Punkt angekommen ist, sein persönliches höchstes Level erreicht zu haben, ist alles wunderbar.

Eltern und Coach – ein Vergleich

Markus Gentner beantwortet Fragen aus dem Publikum

Ein Zuhörer hat eine Frage zum beruflichen Weg Laura Siegemunds. Da war ja ranglistenmäßig eine ziemliche Durststrecke – wovon hat sie gelebt in den Jahren 2007 bis 2015? Wie oder von wem wurden Trainer bezahlt? Was folgt auf eine Tennislaufbahn eines Profispielers? Wie lange geben wir den Kindern Zeit, sich im Profi-Tennis „zurecht zu finden“?

Eine Zuhörerin interessiert sich für den Turnierplan: Wie viele Turniere pro Monat sollten durchschnittlich gespielt werden (hier: U-12). Haben Sie Turnierempfehlungen im nationalen Bereich – gibt es eine Liste, an der Eltern sich orientieren können?

Zum Vortrag

Eltern fragen – Trainer und Funktionäre antworten

Talkrunde

Zum Vortrag

In dieser Talkrunde sprechen Fed-Cup Trainerin Barbara Rittner, DTB-Vizepräsidentin Dr. Eva-Maria Schneider, DTB Sportdirektor Klaus Eberhard und Birgit Möller, Mutter des Tennisnachwuchstalents Marvin Möller über ihre Erfahrungen im Jugendtennis. Als Einleitung legen alle vier dar, welchen Rat sie an Eltern von Tennis spielenden Kindern haben.

Länge: 43 Minuten

Barbara Rittner
„Vertrauen Sie den Trainern, die Sie ausgewählt haben und lassen Sie nach und nach los.“

Birgit Möller
„Ein guter Weg war es, Tennis an Profis abgeben zu können.“

Klaus Eberhard
„Die Kinder sollten nicht zu viel herumgereicht werden.“

Dr. Eva-Maria Schneider
„Es gibt ein afrikanisches Sprichwort: Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“

Die Vier beantworten Fragen aus dem Publikum:
Welche wichtigste Eigenschaft braucht ein junges Kind um die Möglichkeit eines zukünftigen Profi-Tennisspielers zu haben?
Wo sind gute Trainer, wie finde ich die vor Ort? Und wie ist es, wenn man bereit ist umzusiedeln.
Gibt es gerade Nationen, die das beste Tennis spielen und was kann man sich davon abschauen – auch für das Jugendtennis?

Eine Frage aus dem Tennisalltag: Wie verhält man sich beim Wettkampf, wenn es Fehlentscheidungen gibt? Wie wäre es, wenn Turnierspieler schiedsen. Ist das nicht ein „Win/Win“ für die Kinder?

Die Frage nach der Trainersuche beschäftigt die Eltern weiter. Eine Mutter gibt den Tipp: „Lassen Sie Ihr Kind – unabhängig von der Meinung des Trainers – öfter auf Verbandsturnieren spielen, damit es dem Verband auch auffallen kann.“

 

Zum Vortrag