Psychologie

Der permanente Duellcharakter und eine Zählweise, bei der ein Match zu jedem Zeitpunkt in beide Richtungen kippen kann und ein Spieler erst dann sicher sein kann, ein Match zu gewinnen, wenn der Matchball verwandelt wurde, bilden das Storyboard für die Autoren des Moduls "Psychologie". Prof. Dr. Dirk Schwarzer und Gernot Emberger gehen im ersten Teilbereich umfassend auf die psychologischen Grundlagen ein. Im psychologisch-orientierten Training zeigt Moritz Anderten im zweiten Teilbereich Spielern und Trainern Möglichkeiten auf, die mentale Seite des Tennissports gezielt zu trainieren.

Psychologische Grundlagen


In der wissenschaftlichen Psychologie lassen sich viele unterschiedliche Denkrichtungen und Erklärungsmodelle zur Identifikation der maßgeblichen psychischen Prozesse von Menschen finden. Gegenwärtig ist zu beobachten, dass eine seit gut 30 Jahren anhaltende Phase zu Ende geht, in der bewusste Gedanken (sogenannte Kognitionen) in das Zentrum der meisten Erklärungen gestellt wurden. Stattdessen rücken Modelle in den Vordergrund, in denen Wahrnehmen, Erleben und Handeln als vorrangig unbewusst-intuitiv und erst nachrangig als bewusst-kognitiv geprägte Prozesse beschrieben werden.

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Identifikation der ­psychischen Prozesse: Die zwei Systeme des Wahrnehmens, ­Erlebens und Handelns

Das duale ­Prozessmodell mit zwei unterschiedlich schnell arbeitenden Denksystemen 1 und 2 und Bottom-up und Top-down-Prozessen.
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Ansatzpunkte für das psychologische Training: Emotionen, Körper, Gedanken und Handeln.

Im Modell des "psychologischen Quadrats" von Kogler sind Emotionen, Gedanken, Körper sowie dem Handeln die Ebenen aufgeführt, auf denen das komplexe Geschehen vom Wahrnehmen, Erleben bis hin zum Verhalten von Menschen letztendlich organisiert wird.
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Psychologisch-
orientiertes Training


Hier werden die vier sportpsychologisch-orientierten Trainingsformen (I) Motivation & Zielsetzung, (II) Mentale Wettkampfvorbereitung, (III) Trainingsqualität und (IV) Prognosetraining vorgestellt, die sie als sportpsychologisch geschulter Trainer in den Trainingsprozess zur Entwicklung und Entfaltung der sportlichen Leistungsfähigkeit ihrer Spielerinnen und Spieler integrieren können.

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Motivation und Zielsetzung

SMARTe Ziele lenken unser Denken und Fühlen in eine bestimmte Richtung, setzen Handlungsenergien frei und erhöhen die Bereitschaft, an Herausforderungen zu arbeiten.
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Die vier Faktoren der mentalen Wettkampfvorbereitung: Ich, Gegner, ­Umgebung und Match

Es ist ein Irrglaube, dass eine hochwertige mentale Wettkampfstabilität alleine aufgrund von Erfahrungen vieler Turniere und Matches entsteht.
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Trainingsqualität: so kann man Qualität definieren.

Ein praktikables sportpsychologisches Tool , mit dem Trainer gemeinsam mit ihren Spielerinnen und Spielern die Qualität von Trainingseinheiten oder Matches erfassen, besprechen und steigern können.
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Prognosetraining und Selbstwirksamkeit. Die Selbstwirksamkeitsüberzeugung ist ein variables Konstrukt, das durch Lernprozesse verändert werden kann.

In dieser Trainingsform wird mittels (i) geschlossener, (ii) halboffener oder (iii) offener Vorhersage (Prognose) durch den Trainierenden Stress induziert.
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