Aus objektiven Beobachtungen der Entwicklung des Tennis über das letzte Jahrzehnt ergibt sich unter anderem, dass sich die vorhandene Zeit für die Ausführung des Returns verringert hat, weil neben anderen Qualitäten die Geschwindigkeit der Aufschläge erheblich angestiegen ist. Diese Zeit ist unabänderlich vorgegeben, kann nicht zurück gewonnen werden, zählt vom Treffen des Balles beim Aufschlag und endet mit dem Treffen beim Return. Subjektive Beobachtungen zeigen außerdem, dass das Training des Returns vielerorts noch ein Stiefkind des Tennistrainings darstellt. Man trainiert ihn zu wenig oder zu unspezifisch bezogen auf die genannten objektiven Befunde.
Wenn man also die oben dargestellten Beobachtungen ernst nimmt, stellt sich die Frage, wie man die zunehmend begrenzte Zeit, die man für die Ausführung des Returns hat, besser nutzen könnte, wie man also sein Zeitmanagement optimieren kann. Es gilt also das Training des Returns entsprechend zu verändern. Dabei geht es um die gezielte Verbesserung leistungsbestimmender und -limitierender Faktoren. Das sind zunächst die Schnelligkeitskomponenten, die spezifische Koordination des Returns einschließlich seiner Beinarbeit und schließlich als weitgehend ungenutzte Ressource, die Optimierung von visueller Wahrnehmung und Antizipation. Das vorliegende Modul „Return“ bietet nach der Darstellung von taktischen und technischen Lösungsalternativen für unterschiedliche standardisierte Situationen eine Fülle von Trainings- und Spielformen für die genannten an.

Autoren: Hans-Peter Born und Rüdiger Bornemann

Merkmale der Spielsituation und prinzipielle Anforderungen

Beim Return gibt es einige spezifische Merkmale, die zu beachten sind. Durch die hohe Ballgeschwindigkeit steht der Returnierende unter einem hohen Zeitdruck. Außerdem wird der Ball beim Aufschlag oft mit viel Vorwärts- oder Seitwärtsdrall gespielt, so dass der Returnspieler einen hohen Grad an Ungewissheit über die Flugbahn hat.

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Taktische Tipps

Spezielle taktische Tipps zum Return auf den ersten und zweiten Aufschlag.

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Technische Lösungen

Je nach Güte des Aufschlages und Absicht des Returnspielers ergeben sich unterschiedliche technische Lösungen, wie Standard-Return, Block-Return, offensiver Topspin-Return, defensiver und/oder neutraler Topspin-Return, offensiver Slice-Return und defensiver Slice-Return

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Technik-Training

Technikerwerb: Trainingsformen – Technik-Automatisierung

Um den Return zu trainieren eigenen sich eine Reihe an Trainingsformen. Diese können mit dem Trainer trainiert werden oder gemeinsam in Übungsformen mit einem Spielpartner.

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Technikanwendung: Trainingsformen und Komplextraining

Achten Sie in den Trainingseinheiten auf die richtige Konstruktion der Trainingsformen. Simulieren Sie zum Beispiel möglichst spielnahe Situationen. Gehen Sie von verabredeten zu offenen Spielsituationen. Eine Verabredung von Spielsituationen ist zunächst sinnvoll, damit sich der Returnspieler voll auf die Technik konzentrieren kann. Die Antizipation kann durch Lenkung der Aufmerksamkeit auf wesentliche Punkte des Aufschlägers trainiert werden.

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Taktik-Training

Während des Taktiktrainings hat der Trainer folgende Funktion: Er stellt die Trainingsaufgaben, beobachtet und beurteilt die Lösungen. Außerdem erfragt er die Absichten, kommentiert Lösungen, stellt Situationen nach und gibt Tipps für mögliche Lösungen.

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Vorbereitung auf die Prüfung

Fragenkatalog zum Return

Mögliche Fragen über das Return-Modul zur Vorbereitung auf Trainerprüfungen in den entsprechenden Lizenz­stufen (C, B, A).

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