Silvester Neidhardt

Gesünder und leistungsfähiger im Tennis durch Mobilität?

Blitzschnelle Aktionen in schwierigen Situationen setzen Ausweichbewegungen des gesamten Körpers, präzise Schlägerführung und korrekten Treffpunkt voraus und erfordern hohe Beweglichkeit (Mobilität) in enger Verbindung mit Schnelligkeit, Stabilität und guter Koordination. Und um diese Mobilität (Beweglichkeit) dreht sich der Vortrag von Silvester Neidhardt. Was liegt ihr zugrunde? Was ist der Unterschied zu dem mittlerweile sportwissenschaftlich in Verruf geratenem passiven Stretching?

Irrtümlich wird besonders das Stretching oft mit Mobility gleichgesetzt – nur da gibt es große Unterschiede. Ineffiziente  Bewegungen verursachen Kompensationen. Kompensation führt zu unnatürlichen Gelenkmechanismen. Kompensation führt zu Microtraumen. Der Körper hat schon immer Qualität vor Quantität gestellt. Mit Spielern on Court und sehr vielen praktischen Übungen zeigt Silvester eindrucksvoll, dass die harmonische Einheit von Mobilität und Stabilität ein funktionierendes Gelenksystem bilden.

Zum Schluss sensibilisierte Silvester noch einmal die anwesenden über 700 Trainer mit „Sitzen ist das neue Rauchen!“ und einer Augenübung, bei der über 250 Trainer von der Tribüne herunterkamen und auf dem Platz gemeinsam mit Moderator Matthias Stach mit einem Selbsttest dem „winkenden Daumen“ nachschauten.

Referent

Athletik-, Personal-, Tennis-, Skitrainer, Ernährungsberater und Referendar | Ehemaliger Skirennläufer in der deutschen Ski-Nationalmannschaft | 1991-1996: Athletik- und Mentaltrainer der deutschen Herren-Olympiamannschaften im Ski Alpin | 1999-2000: Athletiktrainer von Stefan Koubek auf der ATP-Tour | 2001-2007: Coaching von Rainer Schüttler auf der ATP-Tour